Der richtige Schlafplatz für Deinen Hund

Hunde sind Meister im Dösen, Schlafen und Faulenzen! Wusstest Du, dass ein Hund, wenn man ihn lässt, 16 bis 18 Stunden am Tag die Äuglein geschlossen hält oder sich zumindest entspannt? Das ist nichts Außergewöhnliches. So viel Energie wie Dein Liebling beim Spielen und Toben verpulvert, soviel Ausgleich braucht er davon auch. Ein Plätzchen für die ruhigen Stunden Deines treuen Weggefährten scheint also wichtig zu sein, aber kaum jemand macht sich wirklich aktiv Gedanken über den richtigen Schlafplatz für seinen Hund und was da so dazugehört. „Der wird sich schon sein Plätzchen suchen“ – Ja, aber, so wie man sich bettet, so schläft man.

Du kannst eigentlich viele von Deinen eigenen Weh-Wehchen auf den Hund übertragen. Würdest Du gerne in Zugluft, direkt neben dem Kamin oder im Flur mit Blick auf die Haustür schlafen? Magst Du Milben und Co.? Schläfst Du gerne da, wo der große Tumult stattfindet und wie sieht es mit Deinen Gelenken im Alter auf hartem Untergrund aus? Eigentlich könnten wir hier aufhören. Mit ein bisschen klarem Menschenverstand kann man sich die meisten Fragen beantworten, dennoch gibt es natürlich ein paar Feinheiten zu beachten. Nur um sicher zu stellen, dass Du auch an alles denkst, weisen wir Dich nachfolgend in das Schlafplatz-ABC für Deinen Besten ein!

Fangen wir mit den Welpen an. Baby-Hunde brauchen Nähe, Geborgenheit und eine Bezugsperson. Das bist Du, sofern Mama-Hund nicht mit daheim wohnt. Dein Schützling sollte sich also in Deiner Nähe aufhalten und schlafen dürfen. Ein Plätzchen am Bettchen bietet sich an.

Generell dürfen Hunde aber mehr als nur einen Rückzugsort haben, das hat insbesondere den Vorteil, dass sie wechseln können, sollte es irgendwo zu unruhig werden. Eine Wahl zu haben ist immer gut für das Gemüt. Flohfänger sind Familienmitglieder, was sich auch bei erwachsenen Exemplaren, in dem von Dir vorgegebenen Ort des Schlafplatzes, widerspiegeln sollte. Schließe Dein Tier also nicht vom gesellschaftlichen Leben aus, aber überflute es auch nicht mit Reizen. Ein Blick auf die Haustür ist zum Beispiel denkbar schlecht. Da kommt der Beschützer nicht zur Ruhe. Wie schon erwähnt gilt es Zugluft generell zu vermeiden. Zu warme Plätze sind aber auch nicht empfehlenswert (was aber eher auf die Hunderasse und den Gesundheitszustand ankommt). Langes Fell + Heizung = keine gute Idee.

Hunde mögen von Natur aus geschützte Plätze. Nischen, Ecken und andere Unförmigkeiten eignen sich bestens, da sich Dein Tier auch gerne mal am Tag zurückziehen möchte. Das Problem kannst Du übrigens mit einer Hundebox ziemlich einfach aus der Welt räumen. Achte nur darauf, diese nicht geschlossen zu halten, Du solltest kein Misstrauen schüren.

In Sachen Komfort ist es in vielen Haushalten mit einer Decke getan. Hund, Decke, passt schon. Du kannst aber mehr tun. Hundebetten gibt es in mannigfaltiger Auswahl! Bevor Du eines aussuchst, solltest Du Deinen Vierbeiner beobachten. Wie schläft er? Kauert er sich eher zusammen, oder nimmt er alles an Platz ein, was er kriegen kann? Dementsprechend kannst Du ein Körbchen wählen, oder eine Matratze. Körbchen haben den Vorteil, dass die erhöhten Ränder dem Hund wieder etwas mehr Sicherheit und damit Ruhe geben. Das macht natürlich keinen Sinn, wenn er gerne alle Viere von sich streckt.

Das Material des Bettes richtet sich nach der Hunderasse. Kurzhaarrassen mögen es generell eher warm und kuschelig, Langhaargetier braucht aber beim besten Willen keine Extrawärme. Hier eignen sich „glatte“ Oberflächen besser. Du solltest bei einem Hundebett aber immer darauf achten, dass das Bett genügend isoliert und in irgendeiner Form zu reinigen ist, sonst werden diese schnell zu Brutkästen für Milben, Flöhe und sonstige Parasiten. Abziehbare Betten und gut zu reinigende Materialien machen die Hygiene aus. Spar nicht am falschen Ende. Auch sollte der Stoff natürlich unbedenklich sein. Gerade junge Hunde kauen gerne mal auf Sachen herum.

Je älter, desto weicher. Gelenke, gerade von großen Hunden, sollten sich nicht wund liegen. Kleine Rassen mögen auch „Kuschelhöhlen“ sehr gerne. Stichwort Schutz und Geborgenheit. Viel Input? Verständlich.

Man könnte hier tiefer und tiefer ins Detail gehen aber zum Schluss wird Dir Deine Fellnase schon mitteilen, was sie braucht. Zwing ihm kein Bett auf - wenn er es mag, wird er sich auch gerne hineinlegen und Deine Mühen zu schätzen wissen. Für alle weiteren Fragen beraten wir Dich natürlich auch sehr gerne vor Ort!